Mein eigenes Leben war nicht immer genial. Keine Sorge, mir ging es nie schlecht. Ich hatte ein tolles Elternhaus und eine schöne Kindheit. Ich würde sagen: Ich lebte lange ein Jedermann-Leben. Eines, wie es viele kennen.
Ich habe alle Schulen besucht, die meine Eltern für richtig befunden hatten. Anstatt zum Bundesheer zu gehen, absolvierte ich meinen Zivildienst. Danach begann ich eine berufliche Karriere, ohne dass ich das wirklich wollte oder mir jemals bewusst Gedanken darüber gemacht hatte.
Der Grund war eigentlich ganz simpel: Während meines Zivildienstes verdiente ich nebenbei Geld dazu und blieb anschließend in diesem Unternehmen. Mit 20 Jahren wurde mir direkt nach dem Zivildienst eine Führungsposition angeboten. Und wie es in Unternehmen oft ist: Wenn du gute Arbeit machst und Leistung bringst, wirst du nach oben gereicht. Genauso ist es auch mir passiert.
Irgendwann stand ich mit einem Firmenwagen, einer Freundin, vielen Verpflichtungen und Verantwortung für 60 Mitarbeiter mitten im Leben. „Erstrebenswert“, haben sie gesagt. Tüchtig. Strebsam.
Aber erst dann habe ich mich gefragt, was eigentlich meine Ziele sind. Und ich bemerkte, dass mich das alles nicht wirklich erfüllte. Um ehrlich zu sein: Ich erkannte, dass ich immer unausgeglichener und gestresster wurde. Ich stand ständig unter Strom.
Aber was wollte ich mit meinem beruflichen Leben anfangen?
Diese Frage zu beantworten, hat mich ein Jahr meines Lebens gekostet. Für mich fühlte sich das sehr lange an. Aber was ist ein Jahr im Vergleich zu einem ganzen Leben? Hast du auch schon einmal viel Zeit mit etwas verbracht, das du später wieder gelassen hast?
Die erste Antwort auf die Frage, was mich wirklich begeistert, fand ich in meiner Kindheit. Was hatte ich früher immer gerne gemacht? Für mich gab es nichts anderes als Sport.
Und da war das erste Blitzlicht: Eigentlich wollte ich mit 18 Jahren Sport studieren. Und ich habe es nie gemacht. Ich hatte diesen Traum total vergessen.
Diese Frage brachte einen Stein ins Rollen. Und zu dieser Zeit habe ich eine Prämisse für mein Leben festgelegt:
Ich will jeden Morgen aufwachen mit dem Gefühl der Vorfreude auf das, was der Tag bringt, auf die Menschen, die ich treffe, und auf die Erfahrungen, die ich mache.
Ich begann, die brennendsten Fragen in mir zu beantworten. Das führte dazu, dass ich ein Studium fand, das nicht nur mein Leben veränderte, sondern in dem ich bereits in der ersten Stunde meinen persönlich größten goldenen Moment erlebte.
Das Studium bildete mich mit einem echten Fundament zum akademischen Mental Coach aus.
Dieser goldene Moment kam tatsächlich beim Aufnahme-Wochenende. Es gab keine klassische Aufnahmeprüfung, sondern ein Wochenende, an dem ich die Inhalte und die Dozent kennenlernte. Auf Basis dieser Eindrücke wurde entschieden, ob wir einen Studienplatz bekommen.
Und schon in der ersten Stunde dieses Wochenendes wurde mir klar: Das ist genau die Ausbildung mit den Inhalten, die mich immer interessiert haben.
Was sich in den Köpfen der Menschen abspielt und wie wir das positiv beeinflussen können, das war unglaublich spannend für mich. Ich wusste im Vorfeld aber nicht, dass man das studieren kann oder dass dies ein Beruf sein könnte.
Noch ein Jahr davor hatte ich keinen Plan, keine Antwort auf die Frage: „Wie finde ich meine Bestimmung?“
Zuvor hatte ich immer das Bild eines wolkenverhangenen Himmels, hinter dem irgendetwas scheint. Nur konnte ich nicht sagen, was es war. In diesem goldenen Moment lösten sich die Wolken auf und ich sah das Licht. Mein Licht.
Und wie das Sprichwort so schön heißt: Der Rest ist Geschichte.
Seit vielen Jahren mache ich inzwischen nur noch das, was mir Spaß macht, was mich nach vorne bringt, mich brennen lässt und wofür ich von ganz allein Energie und Motivation entwickle. Über all dem steht heute: Mindset und Persönlichkeitsentwicklung.
Heute, 16 Jahre später, geben wir genau diese Erfahrung weiter. In Kooperation mit dem Digital Campus Vorarlberg bieten wir die Ausbildung zum Mindstyle.Coach an der Mindstyle.Academy in Feldkirch an.
Wir geben alles dafür, dass unsere Studierenden diesen Funken auch in sich entdecken. Denn genau das ist eines der wertvollsten Elemente im beruflichen Leben: zu spüren, wofür man brennt, und daraus Schritt für Schritt den eigenen Weg zu gestalten.